B"H
Zur Thoraparasha an diesem Schabbat
Die Söhne sowie Nachkommen Aharons, die Cohanim (Tempelpriester), dürfen nicht mit einer Leiche in Berührung kommen. Dann nämlich werden sie unrein. Bis heute betreten die Cohanim nicht einfach so einen Friedhof, denn auch das ist mit halachischen Konsequenzen verbunden.
Was geschieht mit der Seele eines Toten nachdem er verstorben ist ?
Eine Fragem die uns alle beschäftigt, doch auf die kein Lebender eine spezifische Antwort kennt. Wir wissen es nicht. Es gibt Kommentare oder Behauptungen, doch konkrete Beweise kann niemand bieten.
Im Judentum wird der Tote normalerweise noch am selben Tag beerdigt. Falls G - tt sich entscheidet, dass die Seele eines Toten reinkarniert werden soll, dann ist es unerlässlich, dass dessen Leiche beerdigt werden muss. Liegt eine Leiche mehr als 24 Stunden lang unbeerdigt, so verursacht dies eine Störung in dem von G - tt veranschlagten Prozess, denn die zu reinkarnierende Seele kann erst dann in einen zweiten Körper gelangen, wenn der erste beerdigt worden ist. Solange der Körper unbeerdigt ist, leidet die Seele mit.
Man kann nur hoffen, dass den Seelen der gekidnappten und wahrscheinlich von arabischen Terroristen ermordeten israelischen Soldaten dieses Leid erspart bleibt.
Nach dem Tode wird eine jede Seele von G - tt gerichtet. Ob Nichtjuden einen Gilgul (eine Seeleninkarnation) durchlaufen, ist mir unbekannt. Bei Juden ist dies der Fall. Kriterien dafür sind diverse Verhaltensweisen des Körpers (der Person) hier in unserer materiellen Welt. Ferner, ob wir unser Lebensziel erreichten. All das kann dazu beitragen, wie G - ttes Entscheidung letztendlich lauten wird. Muss unsere Seele repariert werden, sprich einen Tikun durchlaufen, oder findet sie sofort ihren Platz bei G - tt (in der Olam HaBah -
Kommenden Welt) ?